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Seid bloss still

Für sich selbst reklamieren sie absolute Meinungsäusserungsfreiheit. Sie reden von Lügenpresse und falscher political correctness. Doch wehe, ihr haltet euch nicht an das, was SIE als politisch korrekt ansehen. Hütet euch, IHRE Lügen zu hinterfragen. Haltet euch zurück, wenn IHR eure Meinung kundtut. Seid bloss still.

Wegen eines kürzlich mit Falschinformationen erfolgten Doxing- und Outingversuchs durch Rechtsextreme und/oder Putin-Trolle und um die damit mögliche Bedrohung Unbeteiligter zu verhindern, ist dies der letzte Eintrag auf diesem Blog. Besten Dank für das Interesse und euer Verständnis.

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Der Zwang zur Selbstverwirklichung

Für Adam und Eva läuft es wie geschmiert. Essen, Trinken, alles da. Kein Schmerz. Kein Gedanke. Erst mit dem verbotenen Apfel fängt der Ärger an. Adam und Eva nehmen sich einen Happen Freiheit. Und bezahlen mit Ausgrenzung. Die Unterscheidung zwischen Gut und Böse, Schlecht und Recht bricht ein in die Harmonie. Das Fruchtfleisch der Erkenntnis öffnet die Augen. Was sie erkennen, ist Bedürftigkeit. Tausende Jahre später versuchen wir immer noch, den Mangel zu beheben. Das Wettbewerbsprinzip von Angebot und Nachfrage soll’s richten. Das hat Bedürftigkeit partiell verringert. So gefangen wie jetzt, waren die Menschen vermutlich aber schon lange nicht mehr.

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No Billag Initianten manipulieren Medien

Einige Initianten propagieren die Inhalte ihrer Volksinitiativen äusserst unzimperlich. Aggressive Darstellungen ubiquitär plakatiert und Inseratekampagnen mit mehr oder (meist) minder redlichem Inhalt sind Usus. Jetzt bieten sich zudem soziale Medien an, um in der Öffentlichkeit Stimmungen anzuheizen, die dazu bewegen sollen, Anliegen einer Initiative als Lösung für ein bisher nicht vorhandenes Problem wahrzunehmen.

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Bundesrat im Würgegriff der Medienprivatisierer

„Ich sitz zu Hause, keine Lust zu gar nichts. Ich fühl mich alt. Im Sumpf wie meine Omi – Ich schalt die Glotze an.“(1) Das Fernsehpublikum ist alt oder fühlt sich so. Das ahnt schon Nina Hagen. In der Zeitung lesen wir, den öffentlich-rechtlichen Fernsehsendern würden die Jungen davonlaufen. Privaten geht es aber genau so. Das zeigt der Bericht des Bundesrates über den medialen Service public in der Schweiz.

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Goldenes Kalb auf der Schlachtbank

Angenommen, Sie brauchen eine neue Heizung. Würden Sie Ihren Autohändler fragen, welches Heizungssytem er bevorzugt? Würden Sie sich vor dem Autokauf bei Ihrer Coiffeuse erkundigen, ob sie einen Benziner, Diesel, Hybridantrieb oder das Elektroaggregat zum Verkauf empfiehlt? Kaum! Aber genau so geht der Verband Schweizer Medien (VSM) vor. Er hat Juristen und Ökonomen beauftragt, die Neugestaltung des Programmauftrags der audiovisuellen Medien im digitalen Zeitalter zu definieren.

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Immer diese linken Schurnis

„Das Problem ist, dass Ihr Linkslastigkeit nicht erkennen könnt, weil ihr alle aus der gleichen politischen Ecke kommt.“ So kommentiert die „Ehrenamtliche Qualitätskontrolle für mit Zwangsgebühren finanzierte Medien“ auf Twitter die Sondersendung des Echo der Zeit über Medien in der Vertrauenskrise. Seit es JournalistInnen gibt, werden sie von Menschen in Machtpositionen denunziert. Das soll die Glaubwürdigkeit beschädigen. Mit Erfolg.

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Faschismuskeime im Neoliberalismus

Anliegen oder Exponenten der SVP (oder AfD, FPÖ etc.) als rechtsextrem oder gar faschistisch zu bezeichnen, verstösst gegen das aktuelle political correctness-Regime. Soll sich erstmal abregen, wem die Nazikeule in der Hand juckt. Zu leichtfertig werde die gezückt. Der Vergleich mit den Massenmördern des Dritten Reichs sei nicht statthaft. Bloss; mit Massenmördern vergleicht niemand, aber mit den Haltungen der Menschen, die Nazi-Gräuel ermöglichten oder förderten.

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Pauken und Trumpeten

Seien wir mal nicht so korrekt. Hauptsache, es rockt. Halbbatzig zuhören genügt. Bloss nicht darüber nachdenken, was ist. Geschichtsblind suchen, was einem passt. Alles andere wäre der eigenen Welt fremd. Doch Obacht; Politiker wissen mit Weltverfremdung umzugehen. Zum Beispiel Donald Trump.

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Medien, Integration, Zwangsneurosen

„Söll emol cho“ riefen sich die Menschen jahrelang zu, während sie über die Szene mit versteckter Kamera schmunzelten. Das sexualisierte Berufsleben der „Pornoheidi“ aus St. Moritz versetzte die Schweiz über Monate in Wallungen und den „Fall Carlos“ debattierten wir hierzulande durch alle soziale Schichten. Ungeachtet dieser gesellschaftlichen Wirkungen behaupten einige Leute, Medien würden nichts zur Kohäsion des Landes beitragen.

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Online service liquide

Unaufhörlich metastasiert das Internet. Schier ungehemmt breiten sich digitale Einflusssphären und soziale Blasen aus. Sie wirken tief in den Gesellschaftskörpern. Kodak, Neckermann und viele andere – die digitale Revolution hat innert weniger Jahre hunderttausende Arbeitsplätze hinweggefegt. Verheerend auch der Aderlass in der Medienbranche.

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Unsichtbare Hand – in Unschuld gewaschen

Ist Reichtum nur möglich, wenn Menschen ihre Einkünfte vor dem Fiskus verstecken? Offensichtlich nicht. Trotzdem behaupten einige, Staaten seien Räuber. Staatlichen Räubern sei erlaubt, unser „hart verdientes Geld“ zu stehlen. Doch mit solch kruden Gleichnisse wollen Extremisten nur die Gesetze im Staat und die Regeln der Demokratie kriminalisieren. Und über ihre kapitalen Steuertricksereien hinwegtäuschen.

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Die Verleger rächen sich

Nur von Privaten betriebene Medien sind wirklich unabhängig und frei. Das hören wir immer wieder von Marktideologen und Wirtschaftsliberalen. Doch die glauben selbst nicht daran. Das wird manchmal ganz beiläufig klar. Heute wieder. Hansjörg Müller schwärzt in der BaZ Michael Ringier an. Macht ihm das Wort madig. Ganz persönlich und argumentativ äusserst fragwürdig.

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Von Schönheit, Politik und Geld

Es hiess, Kunst komme von Können. Dann schlitzten Künstlerinnen Leinwände auf, später Tiere. Schliesslich wurde auf Akteure geschossen, sie kopulierten, defäkierten… Mit einer Grenzüberschreitung zum richtigen Zeitpunkt erzielen Kunstschaffende immer wieder unerhörte Wirkung. Es geht um Erleben, Erkenntnis, Einsicht. Dies ermöglichen zwar auch Achterbahnen oder Shoppingcenter. Die sind aber Teil der Verständigung in der Welt, während die Kunst Auskunft gibt über die Verständigung in der Welt. Kunst vermag die entscheidende, semantische Differenz herzustellen. Im Idealfall. Das kann stören.. „Von Schönheit, Politik und Geld“ weiterlesen

Ausverkauf von allem

Marlies Küng (*) sieht müde aus. Brot, Milch und Käse hat sie gescannt. Nun nimmt sie den Abholschein für das eingeschriebene Päckchen entgegen und beginnt in den Postkisten zu suchen. Dann richtet sie mehrmals ein Lesegerät auf das Päckchen. Piiip. Endlich. Ich quittiere den Empfang. Frau Küng sinkt seufzend in ihren Stuhl an der Registrierkasse. Sie sei froh. Bald werde sie pensioniert.

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Wo sind bloss die Stellen

Journalismus braucht Hilfe. JournalistInnen brauchen Hilfe. Nachhilfe in Leseverstehen, Werkbeschreibung, Wahrheitsfindung… vielleicht mangelt es gelegentlich an kognitiven Fähigkeiten – tödlich im Journiberuf – oder – noch schlimmer – an Integrität. Immer öfter erfahre ich nicht, was geschah, sondern was Medienleute in Ereignisse hineindeutenKürzlich unterstellten verschiedene Zeitungen der Tagesschau des Schweizer Fernsehens, Nationalrätin Magdalena Martullo-Blocher blossgestellt zu haben.

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