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Juni 2013

Irgendwo auf Erden

Nur ein paar Klicks bin ich entfernt vom Familienfest in Sao Paulo oder der psychosozialen Entwicklung eines Mädchens in Kingston. Dem Soldaten Jarad kann ich zusehen, wie er im karierten Hemd oder der Uniform inklusive Maschinengewehr posiert. Achmed aus Khartoum mag Fussball und verspottet zaghaft islamistischen Terror. Das lese ich aus seinen Facebook-Postings

Eine Millarde Facebook-Profile eröffnen mir ein virtuelles Sightseeing. Ohne Touristen-Ticket! Auch der klimatisierte Doppeldecker-Bus kann mir gestohlen bleiben. Facebook liefert mir Ansichten von Menschen und den Sehenswürdigkeiten ferner Länder frei Haus. Keine Reiseleitung, die im Minutentakt von Ort zu Ort treibt, keine kalkulierten Knips-Stops oder Transfers zu Souvenirläden mit ihren Staubfängern. Ich verweile da, wo ich will und wann ich will.

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Nah am Wasser

Hier rauchte ich die erste Zigarette, küsste das Mädchen aus der Oberstufe und spielte mit manchem Gedanken. Links die Schafweide, rechts der steile Waldhang und mittendrin dieser stille, kleine See. Undurchsichtig, schwer und trüb wie gelegentlich Gemütszustände, liegt das Wasser da. Ein hingegossener, grüner Spiegel. Ich stehe auf dem Brücklein, drunter fliesst das Wasser ab und stürzt einige Meter hinab zum tiefer liegenden Waldboden. Dort schäumt es, angereichert von weggeschwemmten Düngemitteln, hell-bräunlich und fliesst gemächlich durch das Wäldchen.

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