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September 2013

Die Info-Aristokraten

Bis vor wenigen Jahren las ich Tageszeitung, Wochenzeitungen und Zeitschriften, hörte mindestens einmal täglich Radio-Nachrichten, guckte wenig fern, blätterte in den Abstimmungsunterlagen und diskutierte mit den Menschen in meiner Nähe. Ich war auf dem Laufenden, fühlte mich gut informiert und aufgeklärt.

Nun schnüffle ich auch im Internet nach Informationen. Um’s geradeaus zu sagen: Ich finde viel, aber kaum nützliches, was ich nicht woanders auch gefunden hätte. Würde ich die dafür zerrinnende Zeit nicht als Hobby – also freie Zeit – abbuchen, wäre das Verhältnis von Aufwand und Ertrag nicht prekär, sondern ruinös. Einst nach einer Stunde im Bilde, bin ich heute selbst nach einer Arbeitsschicht immer noch auf der Suche…

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Die Medienlüge

„Gottlose Diebe – Banden plündern Opferstöcke“oder „Störfeuer gegen die Armee“ und „Holländer mit geladener Pistole unterwegs“, dann „Tiefere Steuereinnahmen befürchtet – Regierungsrat lehnt 1:12 Initiative ab. Setzen „linksliberal“ positionierte Redaktionen solche Überschriften? Bringt eine staatshörige Medienindustrie derlei Schlagzeilen hervor? Unsinn! Es sind Überschriften, die ich nach kurzer Stichprobe auf grossen Info-Portalen der Schweiz gefunden habe. Was Blick, 20minuten oder Tagesanzeiger veröffentlichen, ob online oder auf Papier gedruckt, was SRG-Sender spielen, was die privaten Fernseh- und Radiostationen senden, all das sei (grösstenteils) gleichgeschaltet und dem politisch links gerichteten Mainstream folgend. In dieses ideologisch geschnitzte Horn blies der amtierende Bundespräsident und SVP-Bundesrat Ueli Maurer am diesjährigen Verlegerkongress in Interlaken. Maurer setzt damit ein weiteres Glanzlicht auf die von bürgerlichen Politikerinnen und Politikern geführte intensive Kampagne gegen die Freiheit der Medien.

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Ich bin der Sandwichmann

Nicht lange her, da schämte sich in den Boden, wer in der Kulturbeiz die Imperialistenbrause Coca Cola bestellte oder den Gästen daheim Mineralwasser von Nestlé in die Gläser füllte. Die Fichenaffäre hätte vor rund 20 Jahren beinah eine Staatskrise ausgelöst. Heute jedoch regt die ungehemmte Bespitzelung durch Geheimdienste kaum mehr auf. Wenn Menschen die Namen von Kleidermarken in riesigen Buchstaben auf der Brust tragen (Brand-, sprich Bränd-Zeichen) und junge Frauen und Männer im Umherkaspern und -lölen als TV-Moderator ein erstrebenswertes Berufsziel sehen, dann gibt man sich wohl auch sonst für allerlei Schauerliches her. Irgendwelche moralisch-ethischen Einwände? Pustekuchen!

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Wald. Mensch.

Hügel in schwarzem Schatten. Mitten im Dunkel. Das Helle weit weg. Ein letzter Wärmehauch strömt über die Weiden her zum Waldrand. Dann wird es rasch düster und kühl. Der Weg windet sich dem Gebüsch entlang und sinkt ins schwere Schwarz des dichten Waldes. Die schlanken Stämme sind Gitterstäbe, zwischendrin ein Mensch wie im Laufgitter. In Freiheit eingesperrt.

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Aeste

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Schlaraffenland mit Schlachtfeld

Reichtum schafft Überfluss. Oder umgekehrt. Und ohne Überfluss (oder Reichtum) keine Wissenschaft, keine Kunst, keine Schlösser. Heisst es. Im Aargauer Seetal erfahren wir Überfluss, teils aus längst vergangenen Zeiten. Ein See voller Fische, Weinberge, Herrschaftshäuser, Schlösser und ein Schlachtfeld. Der Reichtum der Steuereintreiber von damals und jener der Steueroptimierer von heute, historische und alltägliche Kampfplätze inklusive…

Heimatfilm mit Schlössern, Villen und Gedanken über Reichtum

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