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Tatsachen und Peilungen

Was ich diese Tage in Zeitungen lese oder im Fernsehen zu sehen kriege, ist alarmierend. Nie hätte ich gedacht, dass das heute in unserer Welt möglich wäre. Bizarrer Zorn, Neid und gehässige Missgunst schlagen mir entgegen. Bis vor kurzem dachte ich, wir hätten aus der Geschichte gelernt. Die allerletzten Überlebenden der grossen Kriege verlassen uns und mit ihnen offenbar auch die Erinnerung an apokalyptische Katastrophen.

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NoBillag – eine rechte Truppe

Eine weitere Schwindelattacke von No-Billag-Copräsident Olivier Kessler (siehe auch hier). Nach der Sonderdebatte im Nationalrat über den Service public der SRG mokiert sich Kessler darüber, dass kein Vertreter von No-Billag in eine Diskussionsendung des Schweizer Fernsehens eingeladen wurde. No-Billag würde in die extremistische Ecke gestellt und sei deshalb nicht zur Skandal-Arena eingeladen worden.

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Populisten und die Gleichschaltung

Es war einmal… da sprachen die Menschen von denen da oben in Bern. Denen sei genau auf die Finger zu schauen. Die Menschen waren skeptisch, kritisch, oft auch argwöhnisch gegenüber dem Politbetrieb in der Hauptstadt. Heute sind die Menschen gleichgültig oder untertänig. Passt die Aussage eines Politikers – und sei sie noch so absurd – ins präparierte Denkschema, so applaudiert das Publikum und schnattert im Chor. Hier ein Beispiel unter unzähligen… alles, was sich offenbart, ist ein bedenklicher Mangel an Sachkenntnis, was keinen geniert. Und die Tatsache, wie fest Populisten ihre Klientel im Griff hat.

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Volkes Stimme im Social Net – akkumulierter Nonsens

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Twitterpartien etc. “Man kann damit einen Haufen Scheiße verbreiten und suggestiven Dreck in irrer Frequenz und mit vorher unbekannter Reichweite in die Köpfe brüllen.

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Häme is king

SRG-Mitarbeiter sind die neuen Banker. Sie kriegen die geballte Polemik irgendwie aufgebrachter Bevölkerungsgruppen ab. Es geht nicht um Millionenboni. Es geht nicht um den Verlust hunderttausender Jobs. Auch nicht um mit irren Finanzprodukten an den Rand der Vernichtung gezirkelte Volkswirtschaften. Es geht um den Eigennutz politischer Interessengruppen und hiesiger Verleger. Die fahren eine zermürbende, konzertierte Kampagne gegen die SRG. Mit gutem Grund setzt die andauernde Häme dem SRF-Arena Moderator Jonas Projer zu. Nicht nur ihm.

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Twitterpartien

„Tu, was Du willst, soll sein das ganze Gesetz.“ (1) Feel free! Meinungsäusserungsfrei im Maschinenwinter. Erschaffe dich selbst. Twitter ist die Matrix. Menschen sind nur das, was sie tun. Den digitalen Protokollen sozialer Medien angepasst. Handelnde in eigener Sache. Jedes Profil ein weiteres, konditioniertes Produkt im Markt der Eitelkeiten.

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Schwindelattacken mit No-Billag

Geschafft. Noch nicht ganz, aber na ja. „Gerne entscheide ich zukünftig selber, wofür ich mein Geld ausgebe.“ Dies ist der Hauptgedanke hinter der No-Billag-Initiative. Um ihrem Glück etwas näher zu kommen, schwindelten die Unterschriftensammler der jungen SVP und Jungfreisinnigen so dreist, das war selbst im Politgeschäft unübertrefflich. Hier ein Rückblick und Realitätscheck.

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Service pri(miti)vé

Wie viele Medienkanäle braucht mensch, um gut informiert oder unterhalten zu sein? Fünf? Vielleicht fünfzig? Oder doch besser fünfhundert? Oder ist es wie mit Schlafsocken und Frühstücksflocken – die Auswahl vermeintlich nie gross genug? Diesen Eindruck hinterlässt der Bericht Service privé der Universität St. Gallen, eine von der rechtsbürgerlichen Aktion Medienfreiheit finanzierte Studie (1).

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Kriegsgeschrei und andere Verhaltenstipps

Es herrsche Krieg. Ja, es sei noch schlimmer als im Krieg. Nerven. Flattern. Präsident Hollande gibt offen zu: „Frankreich befindet sich im Krieg“. Er meint nicht die eigenen Militärtruppen, die seit Jahrzehnten im Irak oder in Mali einfallen. Er meint auch nicht die IS-Kämpfer in Syrien, die Hollande aus der Luft bombardieren lässt. Ist Krieg ist erst dann, wenn auch in der eigenen Heimat geschossen wird?

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Twitter Terror

Am Freitag Abend klicke ich in die Talksendung des Schweizer Fernsehens. Second Screen. Rassisten haben offensichtlich den Hashtag #srfarena gekapert. Einer twittert: „Man sollte die Flüchtlinge auf 2000 müM über den Winter in Zelten unterbringen und ihnen das auch mitteilen.“ Moderator Jonas Projer interveniert: „Hashtags sind frei. Bei ethisch untragbaren Aussagen bitte ich Sie trotzdem: Nicht unter dem Topic . Danke.“ Kurz darauf treffen auf Twitter die ersten Nachrichten von islamistischen Terrorattacken in Paris ein.

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Journalismus 2.015 – eintüten statt einordnen

Tagtäglich hinaus in die Welt. Ich beginne zugfahrend. Und mit Tageszeitung. Ich fahre durch die Landschaft. An Häusern und Menschen vorbei. Zuschauend. Isoliert im Zuginneren. Nicht da draussen. Mit der Zeitungslektüre verhält es sich genau so. Isoliert von der Welt ziehen die Ereignisse an mir vorbei. Papier oder Schiene geben vor, was ich zu sehen bekomme. Durch Fenster. Zur Welt. Immer schneller fährt der Zug – immer flüchtiger rauschen Botschaften an mir vorüber… Weiterlesen „Journalismus 2.015 – eintüten statt einordnen“

Der Preis ist heiss

Das Schweizer Fernsehen lässt sich in die Geldbörse schauen. Es ist, als ob die Armee veröffentlichen würde, was sie für’s Kerosin der Trainingsflieger ausgibt. Es ist, wie wenn die Schweizer Bundesbahnen die Kosten für die Reinigung der 1. Klasse Abteile ihrer Interregio-Züge deklarierte. Der sowieso schon grassierenden Polemik gibt das zusätzlichen Auftrieb. Und zwar nicht zu knapp. Die Privaten könnten das genauso gut, heisst es. Bloss billiger! Wirklich?

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Ödland Schweiz

Die Schweiz ist des Wahnsinns – so der Befund eines Schweizer Schriftstellers. Und das drei Tage vor den Parlamentswahlen. In einer deutschen Zeitung! Phuu. Der als Warnruf deklarierte Rundumschlag fährt ein. Die Reaktionen auf Lukas Bärfuss‘ Text offenbaren, was die Schweiz auch ist: intellektuelles Ödland.

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Lange, lange Texte… ganz lange Texte

In Zeiten von Twitter, TalkTäglich oder Gratis-Zeitung gilt schon als intellektuell, wer sein Repertoire an Textbausteinen eloquent vermarkten kann. Hinter der Beredsamkeit verbirgt sich bei genauerem Hinsehen nicht viel mehr als eine unablässige Schundfabrikation. Den Überredungstextern ist nicht so wichtig, was sie enthüllen, als viel mehr, was sie uns verheimlichen. Beispiele gefällig?

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The Voices of Schwitzerland

246 Kandidatinnen und Kandidaten haben es geschafft. Mehr oder weniger talentiert trugen sie ihre Liedchen vor. Altbekanntes wurde aufgefrischt, Überraschungen oder gar Gehaltvolles gab es nicht. Immerhin spielte die Band solide. Fertig gebattled fragt sich, was uns die Bettelei um Stimmen brachte? Was bleibt vom Parlaments-Casting 2.015?

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Die Trugbilder der Saboteure

Abbildung: ein Glas Wasser. Köstliches Nass. Ein Schluck daraus stillt den Durst. Doch halt! Der Geruch verrät: es ist Salzwasser. Ungeniessbar. Wer nicht alle Sinne beisammen hat, verfällt der Täuschung. Auch auf den zweiten Blick ist nicht klar, ob das Wasser erquickt oder erstickt. Verführt zur Selbsttäuschung zeigen uns Bilder das, was wir sehen möchten.

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