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Kapitalismus

Unsichtbare Hand – in Unschuld gewaschen

Ist Reichtum nur möglich, wenn Menschen ihre Einkünfte vor dem Fiskus verstecken? Offensichtlich nicht. Trotzdem behaupten einige, Staaten seien Räuber. Staatlichen Räubern sei erlaubt, unser „hart verdientes Geld“ zu stehlen. Doch mit solch kruden Gleichnisse wollen Extremisten nur die Gesetze im Staat und die Regeln der Demokratie kriminalisieren. Und über ihre kapitalen Steuertricksereien hinwegtäuschen.

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Ausverkauf von allem

Marlies Küng (*) sieht müde aus. Brot, Milch und Käse hat sie gescannt. Nun nimmt sie den Abholschein für das eingeschriebene Päckchen entgegen und beginnt in den Postkisten zu suchen. Dann richtet sie mehrmals ein Lesegerät auf das Päckchen. Piiip. Endlich. Ich quittiere den Empfang. Frau Küng sinkt seufzend in ihren Stuhl an der Registrierkasse. Sie sei froh. Bald werde sie pensioniert.

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Form Follows Money

Die Aufmerksamkeit und Anerkennung haben sich die Menschen verdient. Ja, Leistung lohnt sich wieder. Da lässt sich auch was herzeigen. Erscheinung gibt dem erarbeiteten Status die adäquate Bedeutung. Immer bereitwilliger zahlen wir für standesgemässe Insignien. Auch auf Pump. Zwanghaft.

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Die Welt geht kaputt

Ich bin nicht Gott. Ich bin nicht die Weltbank. Ich kenne weder die Dossiers der Christine Lagarde, noch jene des Wolfgang Schäuble oder José Manuel Barroso. Ich fahre viermal die Woche zur Arbeit. Die anderen drei Tage koche ich für die kleine Sippe, pflege Garten und Blog. Wenig weiss ich. Besser weiss ich schon gar nichts. Auch nicht, was die Welt ist. Aber ich sehe und erkenne, dass sich vieles um mich herum und weit draussen verändert. Manchmal verstehe ich diese Welt(en) und die in ihre Leben überhaupt nicht. Vielleicht sind deren Köpfe anders durchblutet, vielleicht weicht die Glucose-Versorgung oder Serotonin-Konzentration von der meinen ab. Fundamental. Ich bin anders sozialisiert als einer, der vielleicht in einer Fabrikantenfamilie aufgewachsen ist. So einer wie Daniel Model.

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Warum Waren?!

In drei Wochen ist Weihnachten. Geschenke für die Lieben schon besorgt? Nein? Sapperlot, dann aber ab in die Läden, hopp hopp! Die Waren stapeln sich, wir müssen sie umsetzen, Stapel abtragen. Es ist nicht nur Zeit für duftende Backwaren. Nein. Ohne Geschenke kein Fest der Liebe. Koste es, was es wolle. Fuck Waren!

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Krise? Welche Krise?!

Die junge Frau im dunklen Hosenanzug wirkt etwas reserviert. Sie erzählt mir aus ihrem Leben. Sie ist in der Gegend aufgewachsen, fährt gern Ski und besitzt ein eigenes Haus. Und ich? Auch von mir will sie etwas erfahren… schliesslich möchte sie Partnerin in all meinen Lebensphasen sein.

Die Kundenberaterin freut sich, mich kennen zu lernen. Ich bin eingeladen, meine Anlagestrategie und Hypotheken-Erneuerung zu diskutieren. Seit 15 Jahren stehe ich in der Schuld dieser Bank. Damals erbte ich ein Haus, das mit einer Hypothek belastet ist. Ich bin privilegiert, gehöre wahrscheinlich zu den 20% der reichsten Erdbewohner.

Unter den 20% wohlhabender Erdbewohner sind die Privilegierten der Privilegierten – die Superreichen: „Im Jahr 1998 verfügten die 350 reichsten Menschen des Planeten über ein Vermögen, das höher war als die addierten Jahreseinkommen von mehr als der Hälfte der Weltbevölkerung.“ (Jeremy Rafkin, „Das Verschwinden des Eigentums“). 10% der Weltbevölkerung besitzen 85 % der Vermögen. Die Vermögens-Pyramide ist flach. Sehr sehr flach. Die Spitze wird immer kleiner, die Kluft umso grösser.

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