Bilder schreiben. Dies vermag der Schriftsteller Klaus Merz, wenn er vom Maler Heiner Kielholz berichtet. Als ob Klaus Merz selber den Pinsel führen würde, beschreibt er des Malers Werk(en) und darüber hinaus den Menschen darin und dahinter. Aufregend! Das kann Sprache, geschriebene Sprache… Hier ein Ausschnitt:

„Er malt „Brettchen“, auf die er in einem Hinterhof gestossen ist und die ihre Farbe verlieren, arbeitet unter der Hand an kleinen, diesen Blättern verwandten Objekten. Die Reflexion über den eigenen schnellen Verschleiss schwingt unaufdringlich und gelassen mit in dieser schütteren Monochromie, in der kargen Dreidimensionalität, durch die, wie bei seinen anderen Themen auch, immer eine tiefe Melancholie heraufscheint. Sie wird nicht zelebriert, ist einfach da.

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