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Medienfreiheit

Goldenes Kalb auf der Schlachtbank

Angenommen, Sie brauchen eine neue Heizung. Würden Sie Ihren Autohändler fragen, welches Heizungssytem er bevorzugt? Würden Sie sich vor dem Autokauf bei Ihrer Coiffeuse erkundigen, ob sie einen Benziner, Diesel, Hybridantrieb oder das Elektroaggregat zum Verkauf empfiehlt? Kaum! Aber genau so geht der Verband Schweizer Medien (VSM) vor. Er hat Juristen und Ökonomen beauftragt, die Neugestaltung des Programmauftrags der audiovisuellen Medien im digitalen Zeitalter zu definieren.

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Immer diese linken Schurnis

„Das Problem ist, dass Ihr Linkslastigkeit nicht erkennen könnt, weil ihr alle aus der gleichen politischen Ecke kommt.“ So kommentiert die „Ehrenamtliche Qualitätskontrolle für mit Zwangsgebühren finanzierte Medien“ auf Twitter die Sondersendung des Echo der Zeit über Medien in der Vertrauenskrise. Seit es JournalistInnen gibt, werden sie von Menschen in Machtpositionen denunziert. Das soll die Glaubwürdigkeit beschädigen. Mit Erfolg.

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Faschismuskeime im Neoliberalismus

Anliegen oder Exponenten der SVP (oder AfD, FPÖ etc.) als rechtsextrem oder gar faschistisch zu bezeichnen, verstösst gegen das aktuelle political correctness-Regime. Soll sich erstmal abregen, wem die Nazikeule in der Hand juckt. Zu leichtfertig werde die gezückt. Der Vergleich mit den Massenmördern des Dritten Reichs sei nicht statthaft. Bloss; mit Massenmördern vergleicht niemand, aber mit den Haltungen der Menschen, die Nazi-Gräuel ermöglichten oder förderten.

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Medien, Integration, Zwangsneurosen

„Söll emol cho“ riefen sich die Menschen jahrelang zu, während sie über die Szene mit versteckter Kamera schmunzelten. Das sexualisierte Berufsleben der „Pornoheidi“ aus St. Moritz versetzte die Schweiz über Monate in Wallungen und den „Fall Carlos“ debattierten wir hierzulande durch alle soziale Schichten. Ungeachtet dieser gesellschaftlichen Wirkungen behaupten einige Leute, Medien würden nichts zur Kohäsion des Landes beitragen.

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Online service liquide

Unaufhörlich metastasiert das Internet. Schier ungehemmt breiten sich digitale Einflusssphären und soziale Blasen aus. Sie wirken tief in den Gesellschaftskörpern. Kodak, Neckermann und viele andere – die digitale Revolution hat innert weniger Jahre hunderttausende Arbeitsplätze hinweggefegt. Verheerend auch der Aderlass in der Medienbranche.

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Service pri(miti)vé

Wie viele Medienkanäle braucht mensch, um gut informiert oder unterhalten zu sein? Fünf? Vielleicht fünfzig? Oder doch besser fünfhundert? Oder ist es wie mit Schlafsocken und Frühstücksflocken – die Auswahl vermeintlich nie gross genug? Diesen Eindruck hinterlässt der Bericht Service privé der Universität St. Gallen, eine von der rechtsbürgerlichen Aktion Medienfreiheit finanzierte Studie (1).

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Twitter Terror

Am Freitag Abend klicke ich in die Talksendung des Schweizer Fernsehens. Second Screen. Rassisten haben offensichtlich den Hashtag #srfarena gekapert. Einer twittert: „Man sollte die Flüchtlinge auf 2000 müM über den Winter in Zelten unterbringen und ihnen das auch mitteilen.“ Moderator Jonas Projer interveniert: „Hashtags sind frei. Bei ethisch untragbaren Aussagen bitte ich Sie trotzdem: Nicht unter dem Topic . Danke.“ Kurz darauf treffen auf Twitter die ersten Nachrichten von islamistischen Terrorattacken in Paris ein.

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Unordnung erwünscht

Die Debatte um das RTVG Referendum trägt übel riechende Blüten. Volkes Meinung kippt ins Bizarre, ist die veröffentlichte Meinung erst breit und zugleich scharf genug durch beinah sämtliche Sprachrohre gepresst. Die rechtsbürgerliche Weltwoche ist die einsame Spitzenreiterin, wenn es darum geht, Spitzen gegen die SRG abzuschiessen.

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