Teeny-Pop und Schlager – das war meine musikalische Welt in den frühen 70-er Jahren. Zutritt verschafften mir die ZDF-Hitparade, Samstag-Abend TV-Shows oder das Radio mit „Bestseller auf dem Plattenteller“. Als ich dann länger aufbleiben durfte, begann ich am späteren Abend den Jugendsender SWR3 zu hören. Statt „Rosen aus Rhodos“ oder „Sugar Baby Love“ lief da z.B. „3 A.M. at the Border of the Marsh From Okefenokee“.

Die elektronische Musik von Tangerine Dream war für mich eine Offenbarung. Über die unerhörten Klänge hinaus erfuhr ich, dass etwas ganz anders sein konnte als ich mir das je vorstellte.

40 Jahre später erlebe ich Tangerine Dream in einem Konzert. Anfang Mai 2012 spielte Edgar Froeses Band rund 3 Stunden lang im gut besuchten Kongresshaus Zürich.  Sie rollte den flauschigen Soundteppich aus.

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[youtube http://www.youtube.com/watch?v=zviksPzz25s&feature=plcp]

„Assoziative Reportage“  vom Tangerine Dream Konzert, 7.5.2012 (*)

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Die Tracks gehen ineinander über. Es gibt weder Ansagen noch andere Interaktionen – kaum Applaus. Das Set ist stellenweise hinreissend, teilweise auch beliebig und damit ermüdend. Aus hunderten verfügbaren Stücken hätte ich mir eine andere Auswahl gewünscht

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